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| Wan Athit, 05. Ganyayon 2553 | Sonntag, 05. September 2553 (2010 n.Chr.) |
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Interessante Reisen
Artikelauswahl : Den Reis wachsen hören Auf den Spuren des Buddha Den Reis wachsen hören Unter den indochinesischen Staaten ist Laos sicher der verträumteste. Aber einsam fühlt sich der Besucher auch dort nicht mehr.
Der Tag ist noch gar nicht richtig erwacht, da ziehen sie schon los. Zu Hunderten, barfuß, im Gänsemarsch. Ihre dunklen, kurz geschorenen Haare kontrastieren zu den orangeroten Roben, die im Dämmerlicht leuchten. Um die Schulter hängt den Männern eine schwarz lackierte Almosenschale, die sie zum Straßenrand hin neigen. Dort nämlich sitzen allmorgendlich Gläubige, die die Gefäße mit Reis und Gemüse füllen. Doch nicht die Mönche verbeugen sich zum Dank für die milden Gaben, sondern die Spender, weil ihnen damit Gelegenheit gegeben wurde, dem Nirwana wieder einen Schrittchen näher zu kommen.
Unverkennbar, in Laos "regiert" nach den kommunistischen Wirren der vergangenen Jahrzehnte wieder der Buddhismus. Ihm liegt das zyklische Weltbild zugrunde, nach dem wir einem Reigen unendlich vieler Wiedergeburten unterworfen sind. Ziel der Buddhisten aber ist das Aussteigen aus diesem als leidvoll erkannten Kreislauf. Doch die Erlösung erlangen wir erst, wenn bei unserem (letzten) Tod keine Leidenschaften zu neuer Inkarnation drängen. Dann werden wir nicht mehr wiedergeboren, sondern gehen ein in den rational nicht fassbaren, dennoch glückseligen Zustand des Nirwana - wir werden eins mit dem Absoluten. Im Gegensatz zu den wirtschaftlich prosperierenden "Tigerstaaten" Thailand und Vietnam, zwischen denen es eingezwickt ist, blieb Laos bis heute von Hektik weitgehend verschont. Ein Bonmot charakterisiert den Mentalitätsunterschied zum östlichen Nachbarn: Während Vietnamesen den Reis pflanzen, lauschen Laoten seinem Wachsen. Und Luang Prabang, wo wir eben den morgendlichen Almosengang der Mönche miterlebten, fiel mit dem Verlust der Hauptstadtwürde an Vientiane 1975 überhaupt in einen Dornröschenschlaf. Aus dem es freilich 20 Jahre später mit der Auszeichnung als Weltkulturerbe von der Unesco wachgeküsst wurde. Mehr als 30 Wats, wie die Klöster dortzulande heißen, mit schätzungsweise 2000 Mönchen, immerhin etwa sieben Prozent der Stadtbevölkerung, beherbergt der ehemalige Königssitz. Die meisten Anlagen liegen praktischerweise auf dem schmalen Landstreifen zwischen Indochinas "Ol' Man River" Mekong und dem Nam Khan, der hier mündet. Der älteste Tempel, Wat Xieng Thong an der Spitze der Halbinsel, ist vielleicht auch der stimmungsvollste. Mit dem tief herabgezogenen teleskopartig gestaffelten Dach seiner Haupthalle bietet er zugleich ein gutes Beispiel für den klassischen Luang-Prabang-Stil des 16. Jahrhunderts.
Auf den Spuren des Buddha Pilgerreise zu den heiligen Stätten des Buddhismus in Indien
Traditionellerweise dient eine Pilgerreise der Inspiration und Hilfe auf dem Weg zur Befreiung. In der tibetischen
Tradition ist überliefert, daß heilige Orte von besonderer Kraft sind. An ihnen gesprochene Wünsche und Gebete gehen in Erfüllung
und die Auswirkung aller Taten vervielfältigt sich.
Diese Reise bietet die Möglichkeit, die beeindruckenden Orte des Buddhismus in Indien kennenzulernen und die darin lebendig gebliebene Tradition zu erleben. Gesammelte Achtsamkeit und Innenschau, Geschichten, Legenden und die Lehrreden des Buddha werden neben täglicher Meditation und einem gemeinsamen "sharing" den Rahmen für den Aufenthalt an diesen historischen Orten des Wirkens und Schaffens Buddha's sein. So wird diese Reise zu einer berührenden Begegnung mit Buddhismus in Geschichte und Praxis. Beginnen werden wir unsere Reise in Varanasi, dem alten Kashi der Veden - einer der ältesten Städte der Welt. Im Gazellenhain von Sarnath vor den Toren dieser Stadt hielt Buddha seine erste Lehrrede nach seiner Erleuchtung; hier befindet sich der große Stupa zur Erinnerung an dieses Ereignis. Wir werden in Sarnath auch die ersten buddhistischen Klosteranlagen besuchen, die alte Stadt Benares durchstreifen, in der Morgendämmerung mit dem Boot auf dem Fluß Ganges entlang der Ghats fahren, den Morgenwaschungen und Ritualen der Pilger zuschauen, in einem wunderbaren Hotel in der Nähe der Ghats wohnen und viel Zeit für Austausch und Meditation haben. In Bodhgaya besuchen wir die Tempel der verschiedenen Richtungen des Buddhismus, wandern zu den Mahakala-Höhlen, in die sich Buddha zur Meditation zurückgezogen hatte. Unter dem uralten mächtigen Bodhibaum am großen Tempel von Bodhgaya (er soll ein Ableger des ursprünglichen Baumes sein unter dem Buddha Erleuchtung erlangte) werden auch wir meditieren können und die vibrierende Kraft dieses Platzes erfahren. Bei mehrern Besuchen im Root-Institut stellen wir eine Verbindung zu heutigen Formen des Buddhismus her, nehmen an Meditationen teil und lernen evtl. Lehrer des tibetischen Buddhismus kennen.
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