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| Wan Athit, 05. Ganyayon 2553 | Sonntag, 05. September 2553 (2010 n.Chr.) |
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Leben und leben lassen
Affenversuche auf dem Prüfstand EU-Ombudsmann ermittelt wegen von Tierversuchslobby geprägtem Bericht
Der EU-Ombudsmann lässt eine Studie zur Bewertung des Nutzens von Tierversuchen an Affen überprüfen. Grund ist eine Beschwerde der Europäischen Koalition zur Beendigung von Tierversuchen (ECEAE)* gegen den einseitig gefärbten Bericht des Wissenschaftlichen Komitees für Gesundheit und Umweltrisiken (SCHER)** der Europäischen Kommission. Der Bericht habe Erkenntnisse über die Unsinnigkeit von Affenversuchen ignoriert und dürfe laut Ärzte gegen Tierversuche nicht in der derzeitigen Abstimmung über die EU-Tierversuchsrichtlinie zementiert werden. Der bundesweite Ärzteverein wirft der EU-Kommission "Marionettenwirtschaft zu Lasten der Tiere" vor.
Die Europäische Koalition zur Beendigung von Tierversuchen, bei der die Ärzte gegen Tierversuche Mitglied sind, legte beim EU-Ombudsmann Beschwerde ein, da die Arbeitsgruppe der EU-Kommission Erkenntnisse über die Unzuverlässigkeit von Primatenversuchen bei der Heilung menschlicher Krankheiten außer Acht gelassen habe und keine Aussage über den Ausstieg aus der Forschung an nicht-menschlichen Primaten getroffen wurde. Kritikpunkt war zudem, dass sich die Arbeitsgruppe zum Großteil aus Tierexperimentatoren zusammensetzte, denen zudem die Expertise über Primaten und tierversuchsfreie Forschung fehlte. Der Ombudsmann geht nun den Unstimmigkeiten nach und forderte in diesen Tagen die EU-Kommission auf, bis zum 30. April Stellung zu beziehen.
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