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| Wan Athit, 05. Ganyayon 2553 | Sonntag, 05. September 2553 (2010 n.Chr.) |
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Internationale Nachrichten
Artikelauswahl : Vietnams versteckter Krieg gegen Auslands- buddhisten Mönche bauen Schulen im Shan Staat Wie Meditation das Gehirn in Schwung hält Vietnam: Gewalt gegen Klostergemeinschaft Vietnams versteckter Krieg gegen Auslands- buddhisten In Vietnam werden Hunderte von Mönchen umerzogen, um die ausländischen Tempel zu unterwandern und die Vereinigte Buddhistische Kirche von Vietnam zu zerstören.
Vietnam führt seit Jahrzehnten einen sowohl offenen als auch einen verdeckten Krieg gegen seine buddhistische Bevölkerung. 1981 verbot es offiziell seine älteste und ursprünglichste buddhistische Kirche, die Unified Buddhist Church of Vietnam (UBCV).
Die Kommunisten griffen die 2000 Jahre alte Tradition an und gründeten eine alternative staatlich kontrollierte buddhistische Kirche. Wer sich weigerte seiner Treuepflicht gegenüber dieser Anordnung nachzukommen, kam ins Gefängnis, wurde gefoltert und sogar ermordet. Hanois geheime Politik-Richtlinien Es ist unglaublich, wie sehr die schriftlich vorliegenden Richtlinien Hanois die Politik der Verfolgung beweisen. Das in Paris ansässige Internationale Buddhistische Informationsbüro hat die geheimen Richtlinien aufgedeckt, die Hanois Absicht aufzeigen ausländische Dissidenten anzugreifen. Der Auslandssprecher des UBCV, Vo Van Ai, bezeugte diese Tatsache sogar vor dem US-Kongress. In seiner Rede vor dem US-Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten im Juni 2005 erwähnte er Hanois ausdrückliche Anordnungen an die Sicherheitskräfte "die buddhistische An Quang-Kirche ein für allemal auszulöschen". Die "buddhistische An Quang-Kirche" ist Hanois Name für die UBCV, und die geheimen Richtlinien, die vom Wissenschaftsinstitut für öffentliche Sicherheit in Hanoi stammen, heißen "Über Religionen und den Kampf gegen Aktivitäten zur Ausbreitung der Religion - Internes Dokument zum Studium und zur Verbreitung bei den Sicherheitsdiensten des Volkes." Penelope Faulkner, eine langjährige Aktivistin beim Internationalen Buddhistischen Informationsbüro, spricht darüber, dass die geheime Richtlinie Parteikader und Sicherheitsagenten anweist UBCV-Führer auf allen Ebenen zu "bekämpfen, zu unterdrücken, zu isolieren und zu spalten." Sie stellt fest, dass "diese Richtlinien das Training für Spezialagenten bestimmen, um die UBCV zu unterwandern. Es sollen nicht nur Erkenntnisse über die UBCV gesammelt und über ihre Aktivitäten berichtet werden, sondern man will auch Spaltungen und Uneinigkeiten bei ihnen hervorrufen, wodurch die UBCV von innen ausgehöhlt wird."
Mönche bauen Schulen im Shan Staat Die Projekte von Helfen ohne Grenzen sind meist in Camps für die Flüchtlinge entlang der Grenzlinie von Thailand zum Shan Staat/Burma.
Wir versuchen die Flüchtlinge von innerhalb des Shan Staates aufzufangen und zu versorgen.
Dies gelingt uns zwischenzeitlich ganz gut. In den Shan Staat selbst kommen wir nicht hinein.
Dieser ist von der burmesischen Armee besetzt. Täglich erhalten wir Nachrichten von Grausamkeiten und Menschenrechtsverletzungen.
Wäre es nicht gesund und notwendig auch die Menschen innerhalb des Shan Staates zu versorgen, bevor sie zu Flüchtlingen werden? Die Kinder kennen keine Schule, selbst das Erlernen der eigenen Shan Sprache ist verboten. Mönche wie diese spielen in der burmesichen Gesellschaft eine gewichtige Rolle Wie die meisten wissen ist Burma ein vom Buddhismus geprägtes Land. Die Mönche und die Klöster selbst sind auch als soziale Einrichtungen zu verstehen. In den Klöstern findet die Menschen Schutz, Nahrung, einen Schlafplatz und oft finden die Kinder eine kleine Schule im Kloster, in der die Mönche den Unterricht gestalten. Das Land Burma, ebenso der Shan Staat sind durchzogen von einer stattlichen Anzahl von Klöstern. Die Sanga besteht aus etwa 400.000 Mönchen. In Zusammenarbeit mit anderen vor Ort tätigen Organisationen wurde ein Programm ausgearbeitet, das für die Menschen innerhalb des Shan Staates von großem Nutzen sein wird. Im März 2009 fand bereits der erste Kurs statt, der zweite wird im Oktober stattfinden. Teilnehmen werden 10 Äbte, stellvertretend für ca. 500 Mönche. Auch 5 Lehrer werden an dem Training teilnehmen. Alle müssen große Entfernungen zurücklegen. Die Äbte und Mönche sind gut in Pali und Buddhismus ausgebildet. Leider sind sie nicht so fit in den weltlichen Bereichen. In einem unserer Camps werden die Äbte und Lehrer ein zweiwöchiges Intensiv-Training absolvieren. Mathematik, Wissenschaft, Burmesisch, die Shan Sprache, Englisch, Geschichte und Geographie stehen auf dem Stundenplan der zukünftigen Schulen.
Wie Meditation das Gehirn in Schwung hält Der Dalai Lama suchte den Geist, und er schaute auf einen Monitor. Was er sah? Eine graue Masse. Ende der 1990er-Jahre hat der wichtigste Mann des tibetischen Buddhismus in den USA eine Gehirnoperation beobachtet.
Stunden sah der Dalai Lama den Neurochirurgen zu. Eine Begegnung von zwei Welten, von moderner Medizin und fernöstlicher Spiritualität.
Der Dalai Lama fragt die Ärzte: Wenn das Gehirn das Denken hervorbringt - kann dann unser Denken nicht auch unser Gehirn verändern?
Die Chirurgen meinen, das sei unmöglich, der Geist könne das Gehirn nicht formen.
Heute weiß man: Das war ein Irrtum. Inzwischen können Neurowissenschaftler erklären, was Buddhisten seit Jahrtausenden wissen: Das Gehirn ist wandlungsfähig - und zwar viel mehr, als die westliche Welt es bisher für möglich gehalten hätte. Das Gehirn ist also durchaus trainierbar. Doch nicht wie ein Muskel, eher wie ein Körper, der aus vielen Muskeln besteht. Und im Körper können einzelne Muskeln trainiert werden. Wer also Visualisierungstechniken lernt, sich den Einkaufszettel besser zu merken, dem gelingt das meist. Den Namen des letzte Woche getroffenen Geschäftspartners kann er beim Wiedersehen gleichwohl vergessen haben.
Vietnam: Gewalt gegen Klostergemeinschaft Die Übergriffe und Feindseligkeiten gegen das von Zen-Meister Thich Nhat Hanh gegründete buddhistische Kloster Bat Nha in der zentralvietnamesischen Stadt Bao-Loc haben einen neuen Höhepunkt erreicht, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM).
In den vergangenen Tagen kam es immer wieder zu Drohungen, Brandschatzungen und Gewaltausbrüchen gegen das Kloster. Unlängst wurde es von
Unbekannten gestürmt und verwüstet, die Trinkwasserversorgung wurde unterbrochen. Die Polizei steht dem als teilnahmsloser
Beobachter gegenüber und verweigert den Klosterbewohnern jeglichen Schutz. Das Leben der rund 400 Novizen und Mönche im Kloster ist in Gefahr, so die IGFM.
Die IGFM kritisiert, dass die Ausschreitungen militanter Regierungsanhänger gegen das Kloster politisch motiviert sind und von der Zentralregierung dirigiert werden. Seit über zwei Wochen kann das Kloster nicht mehr regulär mit Strom, Wasser und Lebensmitteln versorgt werden. Die IGFM verurteilt die gewaltsamen Übergriffe gegen die gewaltlosen buddhistischen Mönche und Nonnen und ruft die vietnamesische Regierung auf, die Sicherheit der buddhistischen Novizen in Bao-Loc zu gewährleisten. Das Kloster in Bao-Loc ist 2005 vom weltbekannten Mönch Thich Nhat Hanh gegründet worden und wird auch von ihm finanziert. Es unterstützt ein Altenheim und mehrere Kindergärten der Region. Tausende Buddhisten nehmen jährlich an den Veranstaltungen des Klosters teil. Bitten um Versöhnung unerwünscht Der Konflikt hat einen politischen Ursprung. 2006 suchte Thich Nhat Hanh nach 40 Jahren Exil Vietnam zum ersten Mal wieder auf, was die Regierung als Propaganda für ihre angeblich "neue offene Religionspolitik" zu missbrauchen versuchte. Bei seinem zweiten Besuch 2007 übergab der Zen-Meister dem vietnamesischen Staatspräsidenten eine Liste mit zehn Bitten, die der Versöhnung des vietnamesischen Volkes dienen sollten. Unter anderem rief er die kommunistische Regierung auf, eine Gedenkstätte für die verstorbenen Bootsflüchtlinge einzurichten, den Besuch und die Pflege der Gräber südvietnamesischer Soldaten durch deren Angehörige zu erlauben, Politik und Religion von einander zu trennen und die seit 1981 verbotene Vereinigte Buddhistische Kirche Vietnams zuzulassen.
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