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Nachrichten aus Europa
Artikelauswahl : Bhutan - Heilige Kunst aus dem Himalaya Herbsttagung der Buddhisten Österreichs Wege zur Erleuchtung 1000 Buddhas in Weinkellerei Dalai Lama auf Slowakei - Besuch Russlands Präsident besucht buddhistisches Kloster Erleuchtung über Immenstadt Bhutan - Heilige Kunst aus dem Himalaya Das Museum für Ostasiatische Kunst zeigt vom 20. Februar 2010 bis 24. Mai 2010 die Ausstellung Bhutan - Heilige Kunst aus dem Himalaya. Das Museum wird die einzige Station in Deutschland sein.
Bhutan ist ein unabhängiges Königreich in Südasien. Zwischen Indien und China gelegen ist es das einzige Land der Welt, in dem die tantrische Form des Buddhismus die Staatsreligion bildet. Die Ausstellung, die bisher in New York, Los Angeles und Paris gastierte, wird 117 Kunstobjekte des 8. bis 20. Jahrhunderts umfassen.
Gezeigt werden Thangkas (religiöse Rollbilder) ebenso wie vergoldete Plastiken und Ritualobjekte. Begleitet von 2 Mönchen aus Bhutan gilt die Ausstellung als die bisher umfassendste und repräsentativste der Kunst Bhutans. Neben der Präsentation der Kunstobjekte werden die beiden Mönche auch Rituale zelebrieren, wie etwa die zwei täglich stattfindenden buddhistischen Reinigungszeremonien oder die rituellen Cham-Tänze. Museum für Ostasiatische Kunst: 20. Februar 2010 bis 24. Mai 2010 Veranstaltungen in den nächsten 4 Wochen: Sonntag, 21. Februar, 12 Uhr Führung: Bhutan - Heilige Kunst aus dem Himalaya Sonntag, 28. Februar, 12 Uhr Führung: Bhutan - Heilige Kunst aus dem Himalaya Donnerstag, 4. März, 18.30 Uhr Führung: Bhutan - Heilige Kunst aus dem Himalaya Sonntag, 14. März, 12 Uhr Führung: Bhutan - Heilige Kunst aus dem Himalaya Sonntag, 7. März, 17 Uhr Führung: Bhutan - Heilige Kunst aus dem Himalaya
Herbsttagung der Buddhisten Österreichs Etwa 20.000 Buddhisten in Österreich - seit 1983 staatlich anerkannte Religionsgemeinschaft
Wien (OTS) - "Heilung von Leidbringenden Entwicklungen - Wege in
ein neues Paradigma" so der Titel der Tagung der Österreichischen
Buddhistischen Religionsgemeinschaft (ÖBR), die am 23. und 24.
Oktober im Billrothhaus im Alsergrund über die Bühne gehen wird. Laut
ÖBR-Präsident Gerhard Weißgrab versteht sich die Tagung, die
kostenfrei besucht werden kann, als Beitrag, Wege "aus der
umfassenden gesellschaftlichen Krise zu finden."
Neben dem Politikwissenschaftler Anton Pelinka, weisen unter anderem auch der Psychologe Andreas Remmel, der buddhistische Mönch Seelawansa Thero aus Sri Lanka, der Germanist Martin Kubaczek oder die Leiterin des Institutes für Meteorologie Helga Kromp-Kolb Wege "ins Freie." Veranstalter ist der Verein "Sozial engagierter Buddhismus". Die Tagung startet am Freitag (23.10.) zwischen 19.00 und 21.00 Uhr, am Samstag (24.10.) geht es dann ab 9.15 Uhr weiter. Das Ende der Tagung ist mit 19.30 Uhr anberaumt. Den Ehrenschutz hat Wiens Bürgermeister Michael Häupl übernommen. Die buddhistische Religionsgemeinschaft zählt seit 1983 zu den 14 anerkannten Religionsgemeinschaften in Österreich. Für Wien wird geschätzt, dass es bis zu 10.000 Buddhisten gibt, für Österreich geht man von 20.000 Mitgliedern aus. Im öffentlichen Leben sind Buddhisten selten anzutreffen. Ihre Tempel sind meist in Wohnungen untergebracht, die wiederum meist von buddhistischen Mönchen aus Asien gegründet wurden. Im Unterschied etwa zu den großen christlichen Religionsgemeinschaften hebt der Buddhismus keine Beiträge ein, sondern ist auf Spenden angewiesen, ganz nach dem Vorbild buddhistischer Vorbilder in Asien. In Österreich entstanden die ersten buddhistischen Bewegungen um 1900. Der Forscher Karl Eugen Neumann (1865 - 1915) trug maßgeblich zum Bekanntwerden des Buddhismus bei. Über längere Zeit eher elitär geprägt, formierte sich, laut Weißgrab, im Jahr 1949 eine neue buddhistische Bewegung mit Hauptsitz in Wien, die letztendlich 1983 zur staatlichen Anerkennung führte. In dieser Zeit spielte Fritz Hungerleider eine wichtige Rolle, der nicht zuletzt mittels Rundfunkvorträgen in den 60er und 70er Jahren das Interesse am Buddhismus in Österreich wecken konnte.
Wege zur Erleuchtung Eine Doppelschau wird momentan im Museum für Ostasiatische Kunst ausgestellt. Ins China des 6. Jahrhunderts entführt die Schau "Das Herz der Erleuchtung"
Der Pfad zum Glück ist nicht nur mühsam, sondern kann auch Muskelkater verursachen. So jedenfalls müssen es die spirituellen Sucher im China des sechsten Jahrhunderts erlebt haben: In die Flanken der Berge nämlich ließen berühmte Pilger buddhistische Sutren, Sinnsprüche und Gedichte einmeißeln. Wer diesem Weg folgte, kam nicht nur dem Himmel, sondern auch dem "Herz der Erleuchtung" sehr nah.
So ist die beeindruckende Ausstellung betitelt, die sich das Museum für Ostasiatische Kunst (MOK) zum 100-jährigen Gründungsjubiläum selbst schenkt. Und damit Neuland betritt, wie es sich für ein Institut gehört, das sich auch als vorwärtsgewandte Stätte der Forschung versteht. Erstmals sind die monumentalen Steinabreibungen, die der Ostasien-Experte Lothar Ledderose mit seinem Team kürzlich von den Bergen Yi, Tie und Gang in der Provinz Shandong abnahm, überhaupt in Europa zu sehen. Im Zusammenspiel mit Steinskulpturen lassen sie etwas vom Geist ahnen, der die Buddhisten im Herrschaftsgebiet der Nördlichen Qui-Dynastie bewegte. Kriege und gesellschaftliche Wirren prägten diese Epoche; kein Wunder, dass die Menschen in Endzeitstimmung waren. Was lag näher, als die heiligen Schriften in einem Material zu verewigen, das nahezu unverwüstlich war - und sich nebenbei noch religiöse Verdienste zu erwerben?
1000 Buddhas in Weinkellerei Der Traben-Trarbacher Unternehmer Wolfgang Preuß investiert viele Millionen Euro in den Umbau der ehemaligen Weinkellerei Julius Kayser in ein "Buddha-Haus". Die Arbeiten sind in vollem Gange, das Haus soll Mitte bis Ende November eröffnet werden.
Traben-Trarbach. Es ist bundesweit ein einzigartiges Projekt: Am Trarbacher Moselufer entsteht in der ehemaligen Weinkellerei Julius Kayser ein Buddha-Haus, in dem über 1000 Buddha-Figuren ausgestellt werden und in dem mittels modernster Technik die buddhistische Kunst und Philosophie dargestellt und erläutert wird. Wie viele Millionen Euro das Projekt kostet, will der Traben-Trarbacher Geschäftsmann Wolfgang Preuß, der das marode Gebäude im Jahr 2000 kaufte, nicht sagen. Preuß: "Das schürt nur Neid."
Bislang befindet sich die Buddha-Figuren-Sammlung in einer von Preuß vorbildlich sanierten Villa im Bernkasteler Weg in Trarbach. 750 Skulpturen, die Preuß in den vergangenen 20 Jahren gesammelt hat, füllen sämtliche Räume - vom Keller bis zum Dachgeschoss. Kleine und große Figuren - die größte misst 2,40 Meter in der Höhe und wiegt eine halbe Tonne - hat Preuß aus Burma, China, Indien, Kambodscha, Laos und Thailand importiert. Sie stammen aus den unterschiedlichsten Zeitepochen und sind aus den verschiedensten Materialien gefertigt. Mit Hilfe aufwendiger Multimedia-Technik und einer umfassenden Datenbank können sich in dem Haus die Besucher auch über die verschiedenen philosophischen Ausrichtungen des Buddhismus informieren. Ferner will Preuß regelmäßig Experten einladen, die Vorträge über die fernöstliche und westliche Mystik halten. Der Buddhist Preuß bekennt: "Ich habe eine große Affinität zu spirituellen Dingen."
Dalai Lama auf Slowakei - Besuch Das geistige und weltliche Oberhaupt der Tibeter wird morgen zu einem Slowakei-Besuch eintreffen.
In Bratislava wird dem hohen tibetischen Religionsführer, dem 14. Dalai Lama der Jan Langos-Preis
verliehen. Die Jan-Langos-Stiftung verleiht diesen Preis für Verdienste im Kampf für Menschenrechte.
"Er hat im Kampf für die Menschenrechte viel geleistet. Wir freuen uns sehr, dass Seine Heiligkeit Dalai Lama unseren Preis annehmen wird", sagte die Vorsitzende des Verwaltungsrates der Stiftung Gabriela Langosova. Tenzin Gyatso, der 14. Dalai Lama, wird bereits zum 2. Mal die Slowakei besuchen. Unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen wird er am 8. September in der slowakischen Hauptstadt eintreffen. Die Preisverleihung mit musikalischer Untermalung wird im Pavol Orszagh Hviezdoslav-Theater stattfinden. Danach wird der Dalai Lama in der Sporthalle im Bratislavaer Pasienky auftreten.
Russlands Präsident besucht buddhistisches Kloster Russland ist ein besonderer Staat und der einzige Staat in Europa, in dem Buddhismus als eine Traditionsreligion anerkannt ist
Russlands Präsident Dmitri Medwedew hat am Montag seinen Arbeitsbesuch in der Republik Burjatien mit einer
Visite im größten buddhistischen Kloster (Dazan) in der Siedlung Werchnjaja Iwolga begonnen.
Die Mönche begrüßten den Staatschef mit einem Spalier von den Toren des Klosters bis zum Haupttempel Zoktschen. In Begleitung des Oberhaupts der russischen Buddhisten, Damba Ajuschew, besichtigte der Staatschef den Tempel und den Palast des Obersten Lamas. Anschließend nahm er an einer Teerunde mit den Lamas teil. Während des Gesprächs betonte der Staatschef, dass "die russischen Buddhisten vieles für die Festigung des zwischenethnischen Dialogs und der gesellschaftlichen Eintracht tun". Nach seinen Worten sind derzeit 203 buddhistische Organisationen in Russland tätig. "Die heutige buddhistische Gemeinschaft in Russland erlebt derzeit eine geistige Wiedergeburt. Die alten Klöster werden wiederaufgebaut und viele neue dazu errichtet. Dank der beharrlichen Tätigkeit der Lamas leben in Vergessenheit geratene buddhistische Bräuche wieder auf." "Als Oberhaupt eines multinationalen Staates besuche ich orthodoxe Kirchen und Moschees, nun habe ich auch die heilige Stätte der Buddhisten unseres Landes besucht", stellte er fest. Das Kloster in Werchnjaja Iwolga bezeichnete er als einen "einmaligen Ort, wo die Auferstehung des Buddhismus in Russland nach Jahrzente langen Verfolgungen begann". "Russland ist ein besonderer Staat und der einzige Staat in Europa, in dem Buddhismus als eine Traditionsreligion anerkannt ist", betonte Medwedew. "Heute ist die eigenartige buddhistische Kultur ein unveräußerlicher und überaus wesentlicher Teil der gesamtrussischen Geschichte und Kultur."
Erleuchtung über Immenstadt Mehr als 3000 Buddhisten aus über 50 Ländern meditierten im Allgäu beim Internationalen Buddhistischen Sommerkurs Ein Höhepunkt war zu Beginn des Kurses der Besuch Seiner Heiligkeit des 17. Gyalwa Karmapa Thaye Dorje. Das 26 Jahre alte Oberhaupt einer der größten buddhistischen Schulen Tibets lobte das Engagement der Teilnehmer, die neun Stunden und mehr pro Tag meditierten und den gesamten Kurs ehrenamtlich organisierten. Auch von der Atmosophäre und dem freundlichen Umgang der Teilnehmer untereinander war der Karmapa beeindruckt: "Bitte bewahrt eure gute Freundschaft und euer Vertrauen zueinander," sagte er. "Wenn ihr meditiert und die Mittel des Buddhismus anwendet, werdet ihr langfristig zahllosen Wesen nutzen können." Neben dem Karmapa leiteten weitere ranghohe buddhistische Persönlichkeiten traditionelle Zeremonien: Shamar Rinpoche, der zweithöchste Kagyü-Lehrer, Sherab Gyaltsen Rinpoche, ein bedeutender nepalesischer Meditationsmeister und Lama Ole Nydahl. Der 68-jährige Däne, der wohl der bekannteste westliche Lehrer des Buddhismus ist, hat in den letzten 35 Jahren knapp 600 buddhistische Zentren in aller Welt gegründet und Hunderttausende zum Buddhismus gebracht. Er leitete Teile des Kurses und hielt am 13. August einen buddhistischen Einführungsvortrag für die regionale Bevölkerung, zu der mehr als 300 Allgäuer kamen.
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