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Sind Buddhisten Vegetarier?
Für Tierschutz - "Extremisten":
Auch der Anbau von Getreide, Gemüse und Obst ist regelmäßige Zerstörung tierischen Lebens durch Pflug und, grösstenteils immer noch, Gift: Bei jedem Umpflügen werden zahllose Lebewesen vernichtet: Auf 1 qm Boden leben ca. 13 Regenwürmer. Auch für Käfer, Spinnen, Asseln, sehr viele Ameisen, etc. bedeutet der Pflug den Tod. Und auch für grössere Tiere, die sich in Bauen aufhalten (Mäuse, Erdkröten, auch Eidechsen) sowie für Tiere, die bei Gefahr geduckt verharren (Igel, junge Hasen). Das Ausbringen von Gift (Herbizide, Kunstdünger, Jauche) hat für viele Tiere denselben Effekt.
Es sollte also folgender Grundsatz gelten::
Wir müssen unsere Nahrung so gewinnen, daß anderen Lebewesen möglichst wenig Leid zugefügt wird. Erzeugte Nahrung darf nicht verschwendet werden.
Aber zurück zur Frage: Sind Buddhisten Vegetarier? Ja. Nein. Die korrekte Antwort wäre: nicht alle. Die vernünftige Antwort ist: sie sollten es sein. Der Buddha sagte: Ein Vegetarier zu werden heißt auch in den Strom eintreten, der zum Nirvana führt.
Der Buddhismus als Lebenslehre orientiert sich an der Wirklichkeit, und geht deshalb auch an dieser Frage nicht vorbei: in den Lebensregeln gelobt der Buddhist, sich in der Enthaltung von Unheilsamem zu üben. Üben setzt aber keine Perfektion voraus, sondern das Bemühen, ein, wenn auch vielleicht in dem momentanen Leben unerreichbares Ideal, anzustreben. So ist nicht das Erreichte, sondern der dem Üben zugrundeliegende Willen entscheidend. Vom Willenszustand des Handelnden hängt der moralische Wert einer Handlung ab. Nicht die Tat selbst, sondern der Wille, die Beweggründe für eine Tat sind maßgebend. Entschließt sich also der Buddhist, bei unausweichlichen Gewissenskonflikten die Tötung eines Lebewesens in Kauf zu nehmen, so ist der Beweggrund nicht das Töten als solches, sondern die Bewahrung von Leben.
Nach den buddhistischen Pali-Texten ist der Fleischverzehr bei drei Gründen nicht statthaft: wenn man die Schlachtung des zum Verzehr vorgesehenen Tieres gesehen oder gehört hat, oder wenn anzunehmen ist, daß das betreffende Tier für einen persönlich geschlachtet wurde. Die Forderung, seinen Ordensleuten den Verzehr von Fleisch generell zu verbieten, lehnte der Buddha ab.
Die Metta - Sutta (etwa Meditation der Güte) lautet wie folgt:
Die Lebewesen groß und klein,
Ihr Leib sei grob, ihr Leib sei fein,
Sie sei'n beweglich oder nicht,
Ob sichtbar oder außer Sicht,
Von dieser oder jener Art,
In Zukunft oder Gegenwart:
Es werde allen höchstes Heil
Und ihres Herzens Glück zuteil!
Die Mutter schützt den eigenen Sohn,
Auch wenn ihr Todesqualen droh'n,
Solch einer wahren Liebe Geist
Zeigt allem, was lebendig heißt!
(Übersetzung von Helmuth von Glasenapp)
Es gibt aber natürlich ausreichend nichtreligiöse Gründe, sich vegetarisch zu ernähren, , so schreibt die "Ärztegesellschaft zur Förderung der vegetarischen Ernährung":
Entgegen aller wissenschaftlichen Erkenntnisse ist die Meinung, Fleisch essen sei gesund, leider noch immer weit vertreitet. Die Bevölkerung und auch Teile der Ärzteschaft sind nur unzureichend über aktuelle medizinische und ernährungswissenschaftliche Studien informiert, da diese Fakten meist in englischer Sprache publiziert werden und nur langsam an die breite Öffentlichkeit dringen.
Das Internationale Institut für Erfahrungsheilkunde e.V. (früher: Ärztegesellschaft zur Förderung der vegetarischen Ernährung) möchte diesen Prozess der Informationsweiterleitung beschleunigen. Mit Fachpublikationen, Broschüren, Vorträgen, Filmen und einer Homepage ( www.fleisch-macht-krank.de ), auf der ständig neue Studien veröffentlicht werden sollen die Risiken des Fleischkonsums und die Vorteile einer vegetarischen Ernährung mehr und mehr bekannt gemacht werden - zum Wohl der menschlichen Gesundheit, als auch zum Wohl der Tiere.
Buddhadasa Bikkhu sagte:
Im Buddhismus werden wir gelehrt, niemand und nichts zu glauben,
ohne selbst erkannt zu haben, was die jeweilige Wahrheit ist.
Wenn Sie bei dem Betrachten der Bilder in der rechten Spalte als Wahrheit erkennen, dass diese Mitlebewesen zu Ihrem persönlichen Lebenserhalt notwendigerweise getötet werden müssen ohne Ihr Mitgefühl zu erwecken, dann ist dagegen nichts einzuwenden, es handelt sich um Ihre persönliche Erkenntnis.
Albert Einstein kam, u.a., übrigens zu folgenden Erkenntnissen:
- Rein durch ihre physische Wirkung auf das menschliche Temperament würde die vegetarische Lebensweise das Schicksal der Menschheit äusserst positiv beeinflussen können.
- Nichts wird die Chance auf ein Überleben auf der Erde so steigern wie der Schritt zur vegetarischen Ernährung.
Ausserdem: Wissenschaftliche Langzeitstudien der Universität Giessen, des Krebsforschungszentrums Heidelberg und des Bundesgesundheitsamtes Berlin sowie weltweit belegen völlig übereinstimmend: fleischlose Ernährung ist nicht nur problemlos möglich, sie ist eindeutig gesünder. Je weniger tierische Produkte konsumiert werden, um so gesünder und länger lebt der Mensch (von den Tieren mal ganz abgesehen). Sehr markant reduziert sich bei Vegetariern das Risiko verschiedener Krebsarten, von Bluthochdruck, Herzinfarkt, Rheuma, Allergien, Diabetes und Übergewicht. Der zur Zeit übliche, hohe Fleischkonsum ist ein Gesundheitsrisiko vergleichbar dem starken Rauchen.
Abschliessend kann also gesagt werden, dass es im Buddhismus keine umfangreichen Essensvorschriften gibt, die in anderen Religionen viele Seiten füllen. Eines sagte der Buddha jedoch:
Im Zaume halte deinen Leib!
Aber es sprach sich auch Jesus gegen Tiermord und für Vegetarismus aus. In der aramäischen Urfassung des Johannes-Evangeliums ist uns das Evangelium des Jesus anders überliefert, als wir es aus dem Neuen Testament kennen. Die Texte der uns bekannten Evangelien sind hingegen verfälscht und entstellt worden (insbesondere auf Grund der Beschlüsse auf dem Konzil zu Nicäa, 325 n.Chr.).
Nachfolgend ein paar Auszüge:
...und als sie gereinigt waren, sagten sie: "Sag uns, welches sind die Sünden, die wir vermeiden sollen, damit wir niemals wieder krank werden?" Und Jesus antwortete: "Es wurde ihnen in alter Zeit gesagt, 'Du sollst Deinen Himmelsvater und Deine Erdenmutter ehren und ihre Gebote achten, auf dass Du lange lebst auf Erden'. Und als nächstes wurde dieses Gebot gegeben, 'Du sollst nicht töten,' denn Leben wird allein von GOTT gegeben, und das, was GOTT gegeben hat, darf der Mensch nicht wegnehmen.
Denn wahrlich, ich sage Euch, von einer Mutter stammt alles, was auf Erden lebt. Darum tötet jeder, der tötet, auch seinen Bruder. Und von ihm wird sich die Erdenmutter abwenden und ihm ihre belebenden Brüste entziehen. Und er wird von ihren Engeln gemieden und der Satan wird in seinen Körper einziehen.
Und das Fleisch geschlachteter Tiere in seinem Körper wird sein eigenes Grab werden. Denn wahrlich, ich sage Euch, der, der tötet, tötet sich selbst, und wer vom Fleisch erschlagener Tiere ißt, ißt vom Körper des Todes. Denn in seinem Blut wird jeder Tropfen ihres Blutes sich in Gift verwandeln, in seinem Atem ihr Atem zu Gestank, ihr Fleisch zu Beulen, in seinen Knochen ihre Knochen zu Kalk, in seinen Eingeweiden ihre Eingeweide zu Verfall, in seinen Ohren ihre Ohren zu wachsigem Belag. Und ihr Tod wird sein Tod werden.
Denn nur im Dienste Eures himmlischen Vaters werden Eure Schulden von sieben Jahren in sieben Tagen vergeben. Doch Satan vergibt Euch nichts und ihr müsst ihm für alles bezahlen: Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuß um Fuß, Brennen um Brennen, Wunde um Wunde, Leben um Leben, Tod um Tod. Denn der Lohn der Sünde ist der Tod.
Tötet nicht, noch esst das Fleisch Eurer unschuldigen Beute, damit Ihr nicht Sklaven Satans werdet. Denn dies bedeutet den Pfad des Leidens, und er führt zum Tode..."
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