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| Wan Athit, 05. Ganyayon 2553 | Sonntag, 05. September 2553 (2010 n.Chr.) |
Wie steht der Buddhismus zur Gewalt, zu Kriegen?Im authentischen, rein auf dem Pali-Kanon basierenden Buddhismus ist jegliche Gewalt untersagt und unmissverständlch und definitiv in der Ethik verankert und eindeutig begründet. Wenn Menschen, die sich selber Buddhisten nannten oder von anderen als Buddhisten betrachtet wurden, trotzdem Gewalt anwendeten, Kriege führten oder zu Grausamkeiten neigten, dann handelte es sich hierbei schlichtweg um Menschen, die den Dhamma, die Lehre des Buddha, entweder nicht verstanden oder nicht befolgt haben. Von Gewalt und/oder Kriegszügen im Namen des Buddha oder Buddhismus zu sprechen, ist also eine ganz primitive Lüge, der jegliche Basis fehlt. Ich weiss sehr wohl, welche Gewalt im 16. chr. JH von den tibetischen sog. Gelbmützen ausging, es handelte sich allerdings auch hier um keine "Religionskriege", sondern schlicht und einfach um gewaltsame Auseinandersetzungen unter Menschen, die über andere Menschen die Oberherrschaft gewinnen wollten. Im ausgehenden 19. chr. JH wurde auch der japanische ZEN für militärische Zwecke missbraucht, die Meditationspraxis wurde dazu missbraucht, um junge Männer für die Zwecke des Tenno zu völlig willenlosen Geschöpfen zu machen. Aber gerade diese Vorfälle dienen als beste Beweise, dass sie absolut nichts mit der vom Buddha gelehrten Ethik zu tun haben - es wird niemandem gelingen, in den Pali - Kanon auch nur einen Buchstaben hineinzuinterpretieren, der den Dhamma, die Lehre Buddhas, als Ursache, Mittel oder Anstiftung zu Gewalt bezeichnen könnte. Es wird sich keine einzige Stelle finden lassen, wie z.B. diese in der christlichen Bibel, in der angeblich Jesus zitiert wird: "Ihr sollt nicht wähnen, dass ich gekommen sei, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu erregen wider seinen Vater und die Tochter wider ihre Mutter und die Schwiegertochter wider ihre Schwiegermutter" Matth 10, 34-38 |