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| Wan Athit, 05. Ganyayon 2553 | Sonntag, 05. September 2553 (2010 n.Chr.) |
Was sagt der Buddhismus zum Status der Frauen?
Gerade zum Ziel führend ist der Name dieses Pfades,Das sagte Siddharta Gautama Buddha gemäss der Systematischen Sammlung seiner Reden. Eine Frau soll still zuhören und sich ganz unterordnen. Ich gestatte es keiner Frau zu Lehren und sich über den Mann zu erheben. Zuerst wurde ja Adam erschaffen, und dann erst Eva.Das sagte Papst Johannes Paul II. in Bezugnahme auf Paulus, 1988. Die Frauen sind des Lebens nicht würdig.Petrus, Thomasevangelium Die grösste Ehre, die das Weib hat, ist allzumal, dass die Männer durch sie geboren werden.Martin Luther, dt. Theologe Wenn du eine Frau siehst, denke, es sei der Teufel! Sie ist eine Art Hölle!Papst Pius II., 1405-1464
Ich vertrete die Auffassung, dass unser Geist weder weiblich noch männlich ist - er ist geschlechtslos. Erst in dem Moment, in dem er auf eine befruchtete Eizelle trifft, wird in den darauffolgenden Wochen durch hormonelle Intitiativen der Mutter das Geschlecht des Kindes bestimmt - es mag sein, dass unser Geist, aufgrund seines Karma, dieses oder jenes Geschlecht "bevorzugt" und somit an der Chromosomenzusammensetzung beeinflussend "teilnimmt", dies ist aber reine Spekulation. Erst dann, wenn im Mutterleib das künftige Geschlecht und der daraus resultierende Aufgabenbereich des neuen Menschen festgelegt wurde, beginnt die Prägung, die "Grundausbildung" für das Kind, die beim Ende der Pubertät dann abgeschlossen ist. Da es viele "mütterliche" Väter und auch "väterliche" Mütter gibt, kann es also nicht generell von vorne herein ausgeschlossen werden, dass unser Geist evtl. femininer oder maskuliner sein kann, als er aufgrund des ihm zur Verfügung stehenden Körpers eigentlich sein sollte. Es gibt in der buddhistischen Literatur einige Traktate, die sehr wohl die Frau als solches in ein nicht sehr positives Licht setzen. Nur: dies liegt offensichtlich allen Hauptreligionen "im Blut". Nach der judaischen, christlichen und islamischen Lehre hat ein Gott die Frau aus einem gebrauchten Teil des Mannes (einer Rippe) geschaffen - dennoch auch sie "nach seinem Ebenbilde", da er der Frau dennoch den Status "Mensch" nicht absprach. Die Frage, weshalb dieser Gott das gesamte Universum aus dem Nichts erschaffen hat, für die Frau aber dann auf eine second-hand-Quelle zurückgreifen musste, soll hier nicht erörtert werden. Der Talmud, die Bibel und der Koran sind dann ebenfalls von Passagen durchzogen, die alles andere als positive Aussagen für Frauen darstellen. Der konservative Jude dankt am Morgen bei einem Stossgebet seinem Gott, dass er ihn nicht als Frau auf die Erde kommen lassen hat, der Christ kann lesen, dass die Frau dem Manne untertan sei und der fromme Muslim, dass er seine Frau(en) wie seinen Acker betrachten könne - "bestelle ihn, wann und wie es dir treffend erscheint.". Alle Schriften aller Hauptreligionen wurden von Männern verfasst. Da in jedem Menschen tief innen eine gewisse Furcht oder Abneigung gegen das Andersartige, das Fremde sitzt, könnte es also durchaus sein, dass die eine oder andere für Frauen negativ erscheinende Schriftstelle von dieser Furcht oder Abneigung beeinflusst wurde. Nach neuesten wissenschaftlichen Untersuchungen (Buch des Biologen Steve Jones: Der Mann - ein Irrtum der Natur) scheint es aber als erwiesen, dass in dem kosmisch kurzen Zeitraum von innerhalb der nächsten 10 Millionen Erdenjahren das Y - Chromosom verschwunden sein wird. Diejenigen von uns, die noch ein paar Dutzend an Billionen Wiedergeburten im Container auf Vorrat haben und zufälligerweise eine oder mehrere davon auf diesem Planeten absolvieren werden, können also damit rechnen erleben zu können, dass sich dann das Problem Mann/Frau zumindest hier von selbst erledigt haben wird:-). Bis dahin gilt: Möge es allen Wesen wohl ergehen, mögen sie glücklich sein!Egal, welchen Geschlechts. |