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Welche Feiertage gibt es im Buddhismus?
Die von allen Buddhisten begangenen 4 Feiertage sind folgende:
- Magha Puja ("Sangha Tag") 9. Februar 2009
wird am Tag des Vollmonds im Februar gefeiert, dem dritten lunaren Monat. Magha Puja erinnert an Buddhas erste Verkündigung vor 1 250 Arhats (Heilige) der Patimokkha (Pali: das, was verpflichtet), einer Sammlung von 227 Regeln für Mönche. Bei dem Fest werden zu Ehren der Arhats 1 250 Kerzen angezündet. Magha Puja ist ein öffentlicher Feiertag, an dem viele Prozessionen durchgeführt werden.
- Visakha Puja [Wesak] ("Buddha Tag") 8. Mai 2009
auch der "höchste" Feiertag im Buddhismus, erinnert an 3 Ereignisse im Leben des Siddharta Gautama Buddha - seine Geburt, sein Erwachen sowie sein endgültiges Verlöschen (Erlösung), also seinen Todestag. Visakha Puja findet am Vollmondtag im Mai statt.
- Asalha Puja ("Dhamma Tag") 8. Juli 2009
erinnert an den Tag, an dem der Buddha zum ersten Mal nach seiner Erleuchtung eine Lehrrede an 5 Wandermönche gehalten und damit de fakto das Rad des Dhamma, der Lehre, in Bewegung gesetzt hat. Dieser Tag ist also einer der wichtigsten im Buddhismus, verkündete der Buddha doch nichts Geringeres als die Vier Edlen Wahrheiten. Traditionell beginnt am darauffolgenden Tag (Vassa) der dreimonatige Rückzug (retreat) aller Nonnen und Mönche in einen Tempel, in tropischen Ländern fällt der Beginn der Regenzeit auf diesen Termin.
- Pavarana Tag 4. Oktober 2009
markiert das Ende von Vassa, der 3-monatigen Regenzeit, Nonnen und Mönche dürfen die Klöster wieder verlassen. Innerhalb eines Monats nach diesem Termin kann das sog. Kathina durchgeführt werden, ein Tag, an dem neben anderen Gebrauchsgegenständen traditionell Stoffe zur Herstellung von Roben an Nonnen und Mönche gespendet werden.
Neben den Hauptfeiertagen sollte der Laie wenn möglich auch die Upposatha (Fast-) - Tage einhalten, die dem Mondzyklus (auf der Seite "Magazin" sehen Sie die aktuellen Tage) folgen und jeweils auf Neumond und Vollmond sowie jeweils den achten Tag danach fallen.
Diese Tage dienen besonders dem Verdiensttun, an ihnen geben z.B. besonders viele Leute den Mönchen beim Almosengang Essen. Fromme Laien bleiben gern den ganzen oder wenigstens einen Teil des Uposathatages im Bereich des Tempels und nehmen die acht Trainingspunkte der Sittlichkeit auf sich:
- Enthaltung vom Töten (und Verletzen) von Lebewesen
- Enthaltung vom Nehmen von Nichtgegebenem
- Enthaltung von falschem Sexualverhalten sowie auch an diesem Tag von Geschlechtsverkehr
- Enthaltung von Lügen, Hinterträgerei, Denunziation, verbalen Grobheiten, Geschwätz
- Enthaltung von berauschenden Mitteln, die Anlass zu Nachlässigkeit sind
- Enthaltung von Speisen nach 12 Uhr bis zum Morgen des folgenden Tages
- Enthaltung von Tanz, Gesang oder dem Besuch von Festen, Gebrauch von Schmuck, Kosmetik und Parfüm
- Enthaltung vom Sitzen oder Liegen auf grossen oder hohen Sesseln oder Betten
Ausserdem hören viele Laien auf Predigten usw.
Wer, wie z.B. die meisten Buddhisten im Westen, keinen leicht erreichbaren Tempel in seiner Nähe hat, kann diesen Tag dennoch zu einer intensiveren Meditation genutzt werden und dabei auch auf die nicht sichtbare Kraft von Millionen anderer Buddhisten zurückgreifen, insbesondere beim Rezitieren der Metta - Meditation. Zumindest aber sollte jeder Buddhist an diesem Tag auf den Genuss von tierischen Nachrungsmitteln verzichten.
Wichtig ist, dass die Beachtung der Uposathatage zwar grosses Verdienst bringt, ihre Nichteinhaltung aber keine bösen Folgen hat, es gibt im Buddhismus keinen Sabbat, den man zu heiligen hat.
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