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| Wan Athit, 05. Ganyayon 2553 | Sonntag, 05. September 2553 (2010 n.Chr.) |
Wie werde ich BuddhistIn?Jede/r kann jederzeit Buddhist werden. Niemand fordert einen Nachweis in irgendeiner Form, kein beamteter "Seelsorger" muss zu einer Taufe bemüht werden, kein Beschneider sich bei kleinen und grossen Jungs schnittfest zeigen und niemand fordert einen DNA - Test um die Zugehörigkeit zu einem "auserwählten Volk" wissenschaftlich belegen zu können.
Der Buddha hat gelehrt, dass jede/r einzelne von uns bereits einen "auserwählten" Geist besitzt, in jedem von uns befindet sich nämlich bereits die Buddha - Natur, wir müssen den Geist nur entsprechend formen und beherrschen, um letztendlich erlöst zu werden und ins todlose Nibbana / Nirvana einziehen zu können.
BuddhistIn zu werden ist deshalb nur ein formeller Beschluss, sich künftighin an den überlieferten Lehren des Gautama Buddha zu orientieren und sich zu bemühen das zu tun, worauf es eigentlich ankommt: Wie ein Buddhist zu leben. Und das ist überall möglich, unabhängig davon, ob jemand in einer buddhistisch oder christlich geprägten Kultur aufgewachsen ist und/oder in einer solchen lebt, der Dhamma, also die Lehre des Buddha, ist unbeschränkt weltweit praktizierbar. Wenn Du diesen Artikel jetzt liest, weil Du BuddhistIn werden willst, dann sind die nachfolgenden Hinweise sicher hilfreich und nützlich. Den ersten Schritt kannst Du überall und alleine vornehmen, und der besteht aus folgender Beteuerungsformel, die man drei mal hintereinander aufsagt: Ich nehme Zuflucht zum BuddhaBuddha, Dhamma und Sangha werden als die Drei Kostbarkeiten bezeichnet, da sie Qualitäten darstellen, die kostbar wie Juwelen sind, die o.g. Beteuerungsformel nennt man daher auch die Zufluchtnahme zu den drei Kostbarkeiten oder Juwelen Buddha ist für die Buddhisten wie ein Arzt, der die Diagnose stellt und Heilungsmassnahmen verschreibt. Ob der Patient die Heilungsmassnahmen sachgemäss anwendet, ist Sache des Patienten und liegt nicht in der Macht des Arztes. Oder, um ein anderes buddhistisches Gleichnis zu verwenden, Buddha ist wie jemand, der einen Weg weist. Ob der andere diesen Weg geht, ist dessen Sache und nicht die des Wegweisenden. Dieses Vertrauen, dieser Glaube, ist der Inhalt der ersten Zuflucht, der Zuflucht zum Buddha. Das Wesentliche für Buddhisten ist die Erlösungslehre, die es dem Einzelnen ermöglicht, den Weg zur Erlösung selbst zu gehen und so Erlösung selbst zu verwirklichen. Dazu muss man von dieser Lehre vorläufig - d.h. solange man noch nicht aus eigener Erfahrung weiss, dass sie zum Ziel führt - so überzeugt sein, dass man die Energie aufbringt, diese Lehre auf ihren Wahrheitsgehalt zu testen. Dies ist der Inhalt der zweiten Zuflucht, der Zuflucht zum Dhamma (zur Lehre) Auch der beste Lehrer und die beste Lehre sind nutzlos, wenn sie für einen normalen Sterblichen nicht nachvollziehbar sind. Deshalb ist es wichtig, überzeugt zu sein, dass es auch andere Menschen auf diesem Weg geschafft haben. Dies ist der Inhalt der dritten Zuflucht, der Zuflucht zur Sangha, also der Gemeinschaft jener, die auf dem Weg Buddhas zur Erlösung gelangt sind. Soweit also der formelle Schritt, das formelle Bekenntnis, dass man den Buddha als seinen Führer anerkennt und nach seiner Lehre leben will. Diese Zufluchtnahme sollte allerdings im Leben eines praktizierenden Buddhisten nicht zu einer Floskel verkommen, die man heruntermurmelt, ohne sich Gedanken über Sinn und Wirkung dieser Worte zu machen, idealerweise beginnt man seinen Tag mit dieser Zufluchtnahme. Zur Verwirklichung eines buddhistischen Lebens ist es erforderlich, folgende Moralvorgaben des Buddha einzüben und sich nach Möglichkeit daran zu halten:
Ich übe ein Verhalten, dass meine Mitwelt vor mir möglichst keine durch mich verursachte Angst und Furcht haben muss.Im Einzelnen kann also gelten::
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