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| Wan Athit, 05. Ganyayon 2553 | Sonntag, 05. September 2553 (2010 n.Chr.) |
Wer war der Buddha?
Siddhartha Gotama (sanskrit: Gautama), der spätere Buddha, wurde etwa 624 v. Chr. in Nordindien geboren und starb im Alter von 80 Jahren. Er entstammte dem Adelsgeschlecht der Sakyer (daher die Bezeichnung Buddha Sakyamuni) und verbrachte eine unbeschwerte Jugend im materiellen Überfluss, heiratete mit 16 Jahren und hatte einen Sohn.
Mit 29 Jahren verliess er die Palastanlage seiner Familie und begegnete dabei zum ersten Mal einem Greis, einem Schwerkranken und einem Toten. Nun wusste er, dass Alter, Krankheit und Tod unausweichlich mit dem menschlichen Leben verbunden sind. Die ihm bislang selbstverständlichen Vergnügungen verloren ihren Reiz und er beschloss, von jetzt an die Grundlage für nicht vergängliches, dauerhaftes Glück zu suchen. Nach sechs Jahren voll vergeblicher Versuche, dies zu erreichen - ob durch Askese oder die Auseinandersetzung mit den besten Philosophien seiner Zeit - setzte er sich in der Nähe des heutigen Bodh-Gaya unter einem Feigenbaum nieder und versprach, nicht wieder aufzustehen, bevor er sein Ziel erreicht hatte. Schließlich erkannte er in tiefer Meditation das Wesen des Geistes und wurde damit erleuchtet, also ein Buddha, ein "vollkommen Erwachter". Von nun an lehrte er 45 Jahre lang, gründete einen Mönchs- und einen Nonnenorden und gewann viele Laienanhänger. Er starb mit 80 Jahren und empfahl kurz vor dem Tod seinen Anhängern, seiner Lehre nicht blind zu folgen, sondern alles anhand der eigenen Erfahrung zu überprüfen. Der Buddha ist weder ein Gott, noch eines Gottes Prophet oder Inkarnation. Er ist jenes höchste menschliche Wesen, das, "durch sich selbst belehrt", aus eigener Anstrengung die endgültige Erlösung vom Leiden und höchste Weisheit gewann und zum unvergleichlichen Menschheitslehrer und großen Vorbild wurde. Er wird zum "Erlöser" nur für diejenigen, die den von ihm gegangenen und gewiesenen Erlösungsweg selber bis zum Ende gehen. In der vollkommenen Harmonie seiner Weisheit und Allgüte verkörpert der Buddha das universelle und für alle Zeiten gültige Ideal des vollkommenen Menschen. Der Buddha hinterliess vor seinem Eintritt ins Nibbana / Nirvana seinen Anhängern und somit der gesamten Menschheit, also auch jedem Einzelnen von uns, folgendes Vermächtnis: Es mag nun sein, daß ihr (nach meinem Dahinscheiden) also denkt: ,Geschwunden ist die Lehre des Meisters, wir haben keinen Meister mehr!' Doch so sollt ihr nicht denken, denn die von mir gewiesene Lehre und Zucht, sie wird nach meinem Hinscheiden euer Meister sein.Der Buddha hat uns völlig selbstlos den Pfad aus dem Leiden gewiesen, den wir selber real gehen können. Deshalb nehme ich meine Zuflucht zum Buddha, nehme meine Zuflucht zu der von ihm verkündeten Lehre, (Dhamma) und nehme Zuflucht zu der von ihm inspirierten Gemeinschaft der Edlen (Sangha) und sage laut und deutlich:Die Lehre sei euch Rettungsinsel,Darum, ihr Jünger, möget ihr die von mir erkannten und gewiesenen Lehren richtig auffassen, üben, entfalten und häufig pflegen, auf daß der heilige Lebenswandel lange Dauer und Bestand habe, vielen Wesen zum Wohl und Glück, zum Troste für die Welt, zum Heil, Segen und Wohl der Himmelswesen und Menschen. Ehre sei ihm, dem Erhabenen, Heiligen, vollkommen Erwachten! Ehre sei ihm, dem Erhabenen, Heiligen, vollkommen Erwachten! In Pali: Namo Tassa Bhagavato Arahato Sammasambuddhassa Namo Tassa Bhagavato Arahato Sammasambuddhassa Namo Tassa Bhagavato Arahato Sammasambuddhassa |