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Was sagt der Buddhismus zur Abtreibung?
Zu Beginn: Buddhismus widerspricht keiner Art von Geburtenkontrolle, die Lehre beschäftigt sich mit Wesen, denen bereits Leben innewohnt. Wenn Eltern bzw. eine Frau sich entscheidet, aus diesen oder jenen Gründen kein Kind in diese Welt zu setzen, so handelt es sich dabei zum überwiegenden Teil um Verantwortungsbewusstsein, auf das gerade der Buddhismus bei jedem einzelnen grössten Wert legt.
Schwieriger ist nun die Beantwortung der Frage, wie Buddhismus zur Abtreibung steht. Grundsätzlich lehnt die Lehre Tötung von Lebewesen, welcher Art auch immer, strengstens ab. Somit dürfte auch jede Abtreibung auch eine Tötung darstellen, unabhängig vom Alter des abgetriebenen Fötus, da nach herrschender buddhistischer Auffassung der Geist bereits bei der Zeugung in das neue Lebewesen einzieht. Andererseits bezieht sich das buddhistische Tötungsverbot auf empfindungsfähige Wesen. Es bleibt daher dahingestellt, ob ein wenige Wochen alter Fötus empfindungsfähig ist - es wird daher darauf ankommen, was die Mutter des ungeborenen Kindes für wahr erachtet. Handelt es sich ihrer Auffassung nach bei ihrem ungeborenes Kind um kein empfindsames Wesen, so dürften die karmischen Auswirkungen sicher nicht so negativ ausfallen als in dem Fall, dass sie sich im Inneren bewusst ist, dass es sich um ein lebendes Wesen handelt, das sie abtreiben lässt.
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